In Gedenken

An Klaus Mohwinckel und Dietmar Grunert

unvergessen

Klaus Mohwinckel
Dietmar Grunert

Klaus Mohwinckel

Gründungsmitglied der Borkwalder Notgemeinschaft und langjähriger Vorstandsvorsitzender.

Dietmar Grunert

Vorstandsvorsitzender der Borkwalder Notgemeinschaft und langjähriges Mitglied im Vorstand.

Klaus Mohwinckel

Wir trauern und gedenken unserem Gründungsmitglied und langjährigem Vorstandsvorsitzenden Klaus Mohwinckel, der uns nach kurzer, schwerer Krankheit am 11.08.2012 verlassen hat.

Seine außergewöhnliche Persönlichkeit hat in Borkwalde – seiner zweiten Heimat – Spuren hinterlassen. Er hat sich bis zum Ableben ständig und aufopferungsvoll für die sozial Schwachen, Demokratie und Gerechtigkeit eingesetzt.

Wir werden ihn sehr vermissen.

Dietmar Grunert

Nur 15 Monate nach dem Tod von Klaus Mohwinckel, verstarb unerwartet am 3.11.2013 sein Nachfolger im Vorsitz der Borkwalder Notgemeinschaft, Dietmar Grunert im Alter von 57 Jahren, an den Folgen eines Herzinfarktes.

Seine Kompetenz, sein Wissen und sein unermütliches Engagement waren für die Borkwalder Notgemeinschaft und den gesamten Ort Borkwalde, aber auch darüber hinaus von unschätzbarem Wert. Er hinterlässt für alle eine schwer zu schließende Lücke.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Angehörigen.

Lassen wir an dieser Stelle vielleicht noch einmal Herrn Mohwinckel sprechen, der uns am 17. Juni 2012 nach seinem Rücktritt folgende Zeilen übermittelte:

Borkwalde, 17. Juni 2012

Seit 1989 – dem Jahr voller Spannung: Von der Angst vor einer Lösung nach Art des Platzes des himmlischen Friedens bis zum Berliner Delirium mit Sekt auf Trabbi und Umarmung wildfremder Leute aus dem Osten – wollte ich wieder nach Berlin zurück. 1971 war ich – 30jährig – mit dem Arbeitsplatz von Berlin (West) nach Nürnberg gezogen und schließlich in der liebenswürdigen Oberpfalz gelandet.

1994 kam ich dann zurück nach Berlin, wo ich zunächst über 1 Jahr blieb, bis ich mir in Borkwalde eine kleine Kate kaufte und herauszog und dort meinen 2. Wohnsitz errichtete und weiter wochenendlich zum Familienwohnsitz in Postbauer-Heng, nahe Nürnberg, pendelte.

Aus Neugier, später dann aus brennendem Interesse, besuchte ich bald die Sitzungen der Gemeindevertretung, damals noch am Astrid-Lindgren-Platz, wo heute die Apotheke arbeitet.

Die Gemeindevertretung bestand seinerzeit nur aus WiB-Mitgliedern, und ich bemerkte sehr bald, daß die dort bestehende Selbstherrlichkeit und Überheblichkeit einem demokratischen Verhalten, wie ich es mir für die beigetretenen Länder vorgestellt und gewünscht hatte, kraß widersprach, und dies trotz der erfreulichen Redefreiheit, die auch den Besuchern eingeräumt wurde!

Als dann aber eine Erschließungssatzung anberaumt wurde, die mehrere Straßenzüge befestigen und mit Frischwasser und Abwasser verrohren sollte, obwohl die Anwohner alle 3 Erschließungen ablehnten, habe ich die Gründung einer Bürgerinitiative angeregt „Borkwalder Notgemeinschaft gegen Raubrittertum“, die wir später in die „Borkwalder Notgemeinschaft gegen Zwangserschließungen“ umgetauft haben. Die WiB hatte etwas gegen Raubritter, und so konnten wir den Kompromiß heraushandeln, Lehniner Str. wird wie geplant erschlossen, aber ohne Benutzungszwang für die Abwasserkanal, während Haderlandstieg und Chursachsenstr. aus der Abwasserkanalisierung und der Straßenbefestigung herausgenommen wurden.

Wir habe uns dann als Wählerinitiative zu den Wahlen gestellt und jeweils 3 Sitze errungen, immerhin endlich eine Opposition, die ihre Stimme erheben kann.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, daß ich meine Funktion in andere, glücklicherweise jüngere Hände legen kann und muß. Und da bin ich sicher, daß neuer Schwung in unseren Zug kommt, mehr Unternehmergeist und viel Fachwissen.

Ich wünsche meinen Nachfolgern und unserer Notgemeinschaft Erfolg allgemein und bei den Wahlen besonders. Es bleibt uns ein ständiger Kampf um Borkwaldes Zukunft !

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Mohwinckel